Biografie

Thomas Herzog wurde 1972 in Basel geboren. Der Schweizer mit ungarischen Wurzeln studierte Schlagzeug, Komposition und Dirigieren. 1997 gewann er den 1. Preis beim "Concours de jeunes compositeurs" des Orchestre de Chambre de Lausanne. Früh in seiner Laufbahn wurde die Spanische Musik eines seiner Spezialgebiete. Am Theater Basel hatte er 2008 die musikalische Leitung des Zarzuela-Abends "¡Pasión!" (Regie: Calixto Bieito) inne. Mit der Flamenco-Tänzerin Bettina Castaño hat er schon viele gemeinsame Programme realisiert.


Seit 2013 ist Thomas Herzog als Ballett-Dirigent am Theater Basel tätig, wo er mit Choreografen wie Stephan Thoss, Johan Inger, Stijn Celis, Alejandro Cerrudo oder Richard Wherlock eng zusammenarbeiten konnte. Sein Repertoire durfte er in jüngster Zeit auch durch besondere Operndirigate erweitern, wie der Ungarischen Erstaufführung von Goundos "Faust" in der neuen, ungekürzten kritischen Ausgabe von Bärenreiter 2015 und der Schweizer Erstaufführung von Bellinis "Bianca e Fernando" mit der Opera St. Moritz 2016.


Seine Diskographie beinhaltet ein 2006 bei Genuin erschienenes Zarzuela-Album und die Erstaufnahme des Singspieles "Millistrade" von Marius Felix Lange 2015 mit dem Sinfonieorchester Basel.


Debüts am Saarländischen Staatstheater, beim Ungarischen Rundfunkorchester in Budapest und beim Philharmonischen Orchester Augsburg zählten ebenso zu den Aktivitäten der letzten Jahre, wie Wiedereinladungen zum Berner Symphonieorchester, dem Kammerorchester Basel, den Sinfonieorchestern in Szeged, Miskolc, Szombathely oder zum Cyprus Symphony Orchestra. Seit über 10 Jahren arbeitet Thomas Herzog als regelmässiger Gast mit dem Orquesta Filarmónica de Montevideo und der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Mit letzterer hat Thomas Herzog 2017 die vielbeachtete Uraufführung des monumentalen Werkes "Fugato - 10 Fabeln und ein Requiem" von Bernard König realisiert.


Er ist mit Solisten wie Montserrat Caballé, Vesselina Kasarova, Elena Mosuc, Eva Lind, Noëmi Nadelmann, Nuria Rial oder Los Romeros aufgetreten und hat als Assistent Orchesterproben für Dirigenten wie Pierre Boulez, Gennady Rozhdestvensky, Vladimir Ashkenazy, Dennis Russel-Davies oder Neeme Järvi übernommen. Er dirigierte auch Klangkörper wie das Orchestre Philharmonique de Strasbourg, die Rheinische Philharmonie Koblenz, die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Brandenburgische Staatsorchester, die Neue Philharmonie Westfalen, die Philharmonischen Orchester von Ulm und Baden-Baden, das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim, das Musikkollegium Winterthur, das Bieler Sinfonieorchester, das Sinfonieorchester der Balearen, die Philharmonischen Orchester in Pécs, Györ, Cluj, Tirgu Mures, Skopje, Lviv, am Lehár Festival Bad Ischl, am Opernhaus Kairo sowie in Asunción und Quito.


Mit dem Basler Festival Orchester verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. 2017 dirigierte er bereits zum 16. Mal in Folge das traditionelle Basler Silvesterkonzert. In der Spielzeit 2017/18 sind ihm am Theater Basel mit "Schwanensee" und "Tod in Venedig" zwei neue Ballettproduktionen anvertraut worden.