Biografie

Der Basler mit ungarischen Wurzeln studierte Schlagzeug, Komposition und Dirigieren. 1997 gewann er den 1. Preis beim "Concours de jeunes Compositeurs" in Lausanne. Er widmete sich intensiv der spanischen Musik. Seine Diskographie beinhaltet ein 2006 bei Genuin erschienenes Zarzuela-Album. Am Theater Basel, wo er 2008 die musikalische Leitung des Zarzuela-Abends ¡Pasión! inne hatte, ist er seit 2012 als Ballett-Dirigent tätig. Unlängst gab er seine Debüts am Saarländischen Staatstheater, beim Sinfonieorchester des Ungarischen Rundfunks in Budapest und bei den Augsburger Philharmonikern. Mit dem Sinfonieorchester Basel spielte er 2015 das Singspiel Millistrade von Marius Felix Lange auf CD ein.


Thomas Herzog ist regelmässiger Gastdirigent beim Orquesta Filarmónica de Montevideo, beim Sinfonieorchester Szeged, beim Savaria Sinfonieorchester Szombathely sowie bei der Württembergischen Philharmonie Reutlingen und arbeitet auch immer wieder mit dem Berner Symphonieorchester, dem Cyprus Symphony Orchestra und dem Sinfonieorchester Miskolc zusammen.


Er dirigierte Klangkörper wie das Orchestre Philharmonique de Strasbourg, die Rheinische Philharmonie Koblenz, die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, das Brandenburgische Staatsorchester, die Neue Philharmonie Westfalen, die Philharmonischen Orchester von Ulm und Baden-Baden, das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim, das Musikkollegium Winterthur, das Bieler Sinfonieorchester, das Sinfonieorchester der Balearen, die Philharmonischen Orchester in Pécs, Györ, Cluj, Tirgu Mures, Skopje, Lviv, am Opernhaus Kairo sowie in Asunción und Quito. Er ist mit Solisten wie Montserrat Caballé, Vesselina Kasarova, Elena Mosuc, Eva Lind, Noëmi Nadelmann, Nuria Rial oder Los Romeros aufgetreten und hat als Assistent Orchesterproben für Dirigenten wie Pierre Boulez, Gennady Rozhdestvensky, Vladimir Ashkenazy, Dennis Russel-Davies oder Neeme Järvi übernommen. Thomas Herzog hat mit Regisseuren wie Calixto Bieito und Choreografen wie Stephan Thoss, Stijn Celis, Johan Inger, Alejandro Cerrudo und Richard Wherlock zusammengearbeitet.


Sowohl mit dem Kammerorchester Basel auch als mit dem Basler Festival Orchester verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Das traditionelle Basler Silvesterkonzert leitete er bereits 15 Mal in Folge. 2015 dirigierte er die ungarische Erstaufführung von Gounods "Faust" in der ungekürzten, kritischen Bärenreiter-Ausgabe und 2016 die Schweizer Erstaufführung von Bellinis "Bianca e Fernando" bei der Opera St. Moritz. Mit besonderer Vorliebe widmet er sich auch Vermittlungsprojekten sowie zeitgenössischem Repertoire.


 Mit "Robin Hood" (Première im November 2016) und "Peer Gynt" (Première im Mai 2017) obliegt ihm am Theater Basel die musikalische Leitung von zwei neuen Ballettproduktionen in der laufenden Spielzeit.